Grußwort des Schirmherrn Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin


Junge Musicaldarsteller brauchen Vorbilder


Andreas Gergen:
Die Geschichte vom Schweinehund



PREISTRÄGER AKTUELL
Wo ehemalige Preisträger zu sehen sind - Musical/Chanson

Wo ehemalige Preisträger zu sehen sind -
Oper/Operette/Konzert

Junge Musicaldarsteller brauchen Vorbilder

Prof. Michael Dixon – Sänger, Chorleiter, Orchestermusiker, Gesangslehrer in den USA und Deutschland – bildet seit 1996 an der Universität der Künste Berlin Musicaldarsteller aus

Wie weit sind die deutschen Musicaldarsteller von ihren amerikanischen Vorbildern entfernt?

M. D.: 1986 begann in Deutschland mit „Cats“ in Hamburg so etwas wie eine eigene Entwicklung. In diesen über 20 Jahren ist hier viel geschehen. Gesangstechnisch und musikalisch sind die deutschen den amerikanischen Darstellern ebenbürtig. Im Tanzen „hakt“ es noch. Ich denke, da brauchen wir noch einmal 20 Jahre. In Amerika fangen die jungen Leute viel früher mit dem Tanzen an, schon als Kind. Dadurch beherrschen sie ihren Körper besser. Wir können nicht von heute auf morgen auf dieses Niveau kommen, wir müssen weiter daran arbeiten. Zum Glück haben wir jedes Jahr eine große Auswahl unter den Bewerbern.

Was raten Sie einem jungen Menschen, der sich für Musical interessiert und daraus vielleicht einen Beruf machen möchte?

M. D.: Als erstes sollte er sich mit dem Genre bekannt machen. Er sollte sich einfach viele Musicals ansehen; er kann auch über das Internet mit Musicaldarstellern via „facebook“ in Kontakt kommen. Er sollte frühzeitig beginnen, Unterricht zu nehmen, vor allem im Tanz und Gesang. Möglichkeiten, in einem Musical auf der Bühne zu stehen, gibt es häufig bereits an den Schulen, in einer AG. Wichtig ist, dass er Kontakt zur Kunst hat.

Welche Rolle spielt der Bundeswettbewerb Gesang Berlin für den künstlerischen Nachwuchs?

M. D.: Dieser Wettbewerb ist für die Musical-Studenten ein gutes Forum, um sich zu vergleichen und zu zeigen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen. Gleichzeitig können Intendanten, Produzenten und Regisseure alle zwei Jahre sehen, was an neuen Darstellern herangewachsen ist. Sie können rechtzeitig ihr Interesse an dem einen oder anderen bekunden. Dieser Wettbewerb hat sich in Fachkreisen etabliert: Es ist einfach perfekt, an einem Ort die gesamte Nachwuchs-Elite zu erleben. Auch für die Zuschauer ist dieser Wettbewerb sehr interessant, viel besser als diese vielen oberflächlichen Castingshows.

Warum bewerben sich in diesem Jahr besonders viele der ganz Jungen, die noch unter 23 Jahre alt sind?

M. D.: Möglicherweise zeigt sich hier ein erfreulicher Trend, den wir an unserer Hochschule beobachten: Die meisten Musicalstudenten sind am Beginn ihrer Ausbildung jünger als noch vor einigen Jahren und erreichen deshalb früher ein Niveau, mit dem sie sich „reif“ fühlen für den Wettbewerb. Es kann aber genau so gut sein, dass es in zwei Jahren wieder weniger Bewerber in dieser Kategorie gibt.

Werden es die jungen Leute schaffen, im harten Musicalbusiness zu bestehen?

M. D.: Was ihre Ausbildung angeht, da sind sie gut gewappnet für den Bühnenalltag. Aber ob sie dabeibleiben, liegt nicht nur an ihnen. Immer noch werden viele ausländische Darsteller engagiert. Ich möchte den Intendanten eines ans Herz legen: Unsere Jungen brauchen Vorbilder, engagiert die 40- bis 70-Jährigen, von denen können die Jungen lernen.



Ines Landschek


Logo Bundeswettbewerb Gesang Berlin

Über uns

Zielsetzung
Organisation/Fachausschuss
Veranstalter
Ehrenpräsidium
Förderer


Wettbewerb 2010 Oper Operette Konzert


Videogalerie Konzert der Preisträger 2009
Fotogalerie Konzert der Preisträger 2009


Wettbewerb 2008 Oper Operette Konzert
TOP